Was ist neurogenes Zittern?
Das neurogenes Zittern ist ein autonomer Reflex, der bei Säugetieren auftritt.
enn Gefahr droht reagieren Säugetiere mit den Strategien Flucht, Kampf oder Starre (fight, flight, or freeze). Letztere bedeutet bei unserer vierbeinigen Verwandtschaft, dass man danach am Tier ein intensives Zittern beobachten kann: die Energie aus dem Moment der Gefahr ist noch gespeichert und darf sich auf diesem Weg verabschieden. In einigen Kulturen wird diese Fähigkeit des Körpers seit Jahrhunderten auch im Rahmen von Ritualen angewendet.
Das Zittern ist prinzipiell also ein natürlicher Reflex des Körpers sich von Anspannung zu befreien. Bei Kindern kann man diesen Reflex noch beobachten und in Schockmomenten ist er auch sichtbar, aber wir leben in einer Gesellschaft, die den Körper kontrolliert und auf „Funktionieren“ reduziert. Das Zittern wird nicht als ein natürlicher Heilungsprozess verstanden, sondern als unheimliche Reaktion, die nicht zugelassen werden darf, auch wenn das bedeutet, dass gesundheitliche Probleme die Folgen sein können.
Aktuelle Studien zum neurogenen Zittern zeigen, dass es zur Reduktion von Schlafproblemen, chronischen Schmerzen und Verdauungsproblemen kommen kann, sowie Müdigkeit und Erschöpfung zurückgehen. Auch ist es möglich, dass Ereignisse, die bereits therapeutisch durchgesprochen/behandelt wurden und auf körperlicher Ebene noch zu spüren sind/festgehalten werden, durch das Zittern gehen können.
